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Jengen

  • Jengen im Winter

Ortsteil Jengen - modern, aufstrebend und zielbewußt

Die Gründung des Ortes reicht bis 800 nach Chr. zurück, doch dürfte es schon vorher keltische Siedlungen im Gemeindegebiet gegeben haben, da bei Weicht einige keltische Grabhügel festgestellt wurden. Wohl schon vor 800 hat hier eine frühe Missionsstelle und eine Taufkirche bestanden, deren Seelsorge nach dem Kloster Stöttwang dessen Rechtsnachfolger, das Kloster Kempten, ausübte. Das Patrozinium der Kirche des heiligen Martin von Tours läßt auf eine sehr frühe Gründung schließen. Ein Pfarrer wird schon 1190 genannt. Der wohl alte und eben auf Stöttwang zurückreichende Lehensbesitz des Klosters Kempten in Jengen gliedert sich in vier Gruppen.

Der Kirchensatz ging durch Verzicht 1454 von Kempten an das Hochstift Augsburg über, das gleichzeitig das Gericht und das Vogtrecht aus dem Widdumhof und anderen Gütern erwarb.

Die zweite Lehensgruppe gelangte im Jahre 1501 an das Spital Kaufbeuren, das schon 1287, durch Tausch mit dem Kloster Füssen, Besitz in Jengen erwarb und 1501 abrundete.

Drei Höfe, die Wiesmühle zwischen Jengen und Ummenhofen und verschiedene kleine Güter, die vorher in Bürgerbesitz waren, gehörten seit 1609 Heilig-Kreuz Augsburg.

Ein Hof gelangte im Mittelalter an das Kloster Steingaden.

Im 12. Jahrhundert wird zu Jengen ein niederer Adel genannt. 1150 erschienen als Zeugen Hiltprant und Konrad von Giengen. Zur gleichen Zeit wird Jengen als Malstätte (Gerichtsstätte) des Markgrafen von Ronsberg genannt.

Im Bauernkrieg 1524–1526 hielten die Bauern in Jengen und Ummenhofen zu dem Bauernhaufen von Buchloe, deren Anführer Sebastian Bader war. Während des 30jährigen Krieges ist auch in Jengen die Pest ausgebrochen und verlangte von dem Dorf einen hohen Blutzoll.

In dieser Nachkriegszeit um das Jahr 1665 wurde im Kirchenleben Jengens die heute noch bestehende Skapulierbruderschaft gegründet, welche in ihrer Blütezeit 2000 Mitglieder zählte. Ein besonderes Ereignis für Jengen war der 6. Mai 1782. Hier empfing die Einwohnerschaft den päpstlichen Segen, als Papst Pius VI. vom Wiener Hofe zurückkehrend, auf der Straße Buchloe-Kaufbeuren an Jengen vorbeifuhr.

Das Wappen der Gemeinde Jengen ist gespalten von Silber und Rot; vorne am Spalt ein roter bewehrter halber schwarzer Adler, hinten ein linksgewendeter goldener Greifenlöwe. Das Gebiet von Jengen gehörte früher zum Fürstbistum Augsburg. Das Gemeindewappen übernimmt daher die Spaltung von Silber und Rot aus dem alten Hochstiftswappen. Als historisch bedeutsame Grundherr im Gemeindegebiet ist das Spital um das Franziskanerinnenkloster der Reichsstadt Kaufbeuren sowie das Kloster Steingaden nachweisbar. Der halbe Adler am Spalt ist dem Wappen der Reichsstadt Kaufbeuren, der Greifenlöwe dem Wappen des Klosters Steingaden entnommen.

Jengen, als Ortsteil, modern, aufstrebend und zielbewußt, zählt heute 1.032 Einwohner. Die Gemeinde Jengen hat insgesamt - mit allen Ortsteilen - 2.393 Einwohner.

Bilderchronik Jengen

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Gemeinde Jengen

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86860 Jengen

Telefon: 0 82 41 / 9 02 23
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